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Ich benutze eine Lelit Bianca V3 und eine Gaggia Classic mit Aluboiler und Gaggimate Pro. Manchmal greife ich lieber während des Bezugs am Bianca-Paddle ein. An anderen Tagen suche ich mir gern ein Profil für die Gaggia aus und lasse es laufen. Ich wäre mit beiden zufrieden. Wenn mehrere Milchgetränke anstehen, schätze ich die Bianca besonders.
Dieser Artikel folgt meinem Vergleichsvideo. Die Fotos sind Standbilder daraus. Das Beitragsbild zeigt meine Gaggia und Mühle bei 4:35.
Hier beschreibe ich meinen Alltag mit beiden Maschinen. Bei 10:01 sage ich, dass ich einen direkten Vergleich mit Temperaturmessungen und nebeneinander verkosteten Shots noch filmen möchte. Solche Messungen oder eine Blindverkostung enthält dieses Video nicht.
Die Unterschiede in meiner Routine
| Frage | Meine Gaggia mit Gaggimate | Meine Lelit Bianca V3 |
|---|---|---|
| Wie steuere ich den Bezug? | Ein gespeichertes Profil wählen oder bearbeiten | Während des Bezugs den Durchfluss am Paddle verändern |
| Im Video genannte Aufheizzeit | 10 bis 15 Minuten | 20 bis 25 Minuten |
| Zwei Cappuccinos | Erst Espresso beziehen, dann schäumen. Das klappt bei mir gut. | Bequemer Ablauf mit getrennten Boilern |
| Vier Cappuccinos oder Gäste | Möglich, aber die Abfolge wird mühsam | Meine Wahl für wiederholtes Brühen und Schäumen |
| Was muss ich pflegen? | Einen kleinen Einkreiser und einen selbst eingebauten Elektronik-Mod | Die E61-Gruppe und eine Dualboiler-Maschine |
| Ungefähres Maschinenbudget im Video | 600 € einschließlich Mod | Knapp 2000 € |
Die Preise sind meine Schätzungen aus dem Video, keine aktuellen Angebote oder vollständige Einkaufsliste. Im Gaggimate-Bericht nach sechs Monaten rechne ich ein anderes Beispiel mit etwa 735 € einschließlich bodenlosem Siebträger und Präzisionssieb. Vergleiche für dein eigenes Setup die einzelnen Bestandteile.
Paddle in der Hand oder Profil am Bildschirm
Bei 2:01 beschreibe ich die unterschiedliche Steuerung. An der Bianca beobachte ich den Espresso und bewege während des Bezugs das Paddle. Ich mag auch den Brühhebel zum Starten und Stoppen. Diese Handgriffe sind ein großer Teil dessen, was mir an der Maschine gefällt.
Bei Gaggimate entscheide ich mehr davon vor dem Bezug. Ich wähle ein Profil, überlege mir die Temperatur für den Kaffee oder probiere ein Profil anderer Nutzer aus. Bei 9:26 erkläre ich, warum mich dieser Ablauf genauso interessiert wie die manuelle Steuerung an der Bianca.
Die Unterscheidung bei 2:35 ist wichtig: Das Bianca-Paddle drosselt den Durchfluss, wodurch sich auch der Druck verändert. Gaggimate Pro kann die Pumpe anhand des Drucksensors auf einen Zieldruck regeln. Die offizielle Profil-Dokumentation ordnet diese Druckregelung der Pro-Version zu.
Ein gespeichertes Profil lässt mich dieselben Einstellungen erneut verwenden. Es garantiert nicht jedes Mal denselben Geschmack. Bohnen, Mahlgrad, Dosis und Vorbereitung beeinflussen das Ergebnis weiterhin.
Aufheizen und der kleine Boiler
Bei 3:17 nenne ich 10 bis 15 Minuten für meine Gaggia und 20 bis 25 für meine Bianca. Das beeinflusst meine Wahl, wenn ich vor dem Weggehen spontan einen Espresso machen möchte. Im Video erwähne ich auch eine smarte Steckdose, um die Bianca vorab einzuschalten.
Das sind meine im Video genannten Aufheizzeiten. Es ist kein Test dazu, ab wann die Wassertemperatur am Puck stabil bleibt.
Bei 1:03 erkläre ich die schnelle Reaktion der Gaggia auf Temperatureinstellungen mit ihrer kleinen thermischen Masse.
Der kleine Boiler setzt zugleich Grenzen. Im Langzeittest beschreibe ich, wie kaltes Nachfüllwasser längere Bezüge beeinflusst und warum ich bei sehr hellen Röstungen einen größeren Boiler erwägen würde. Gaggimate gibt meiner Classic mehr Steuerungsmöglichkeiten. Die Boiler-Konstruktion der Bianca bekommt sie dadurch nicht.
Zwei Cappuccinos und eine Runde für Gäste
Bei 5:03 nenne ich das Beispiel, das meinen Gaggia-Ablauf am besten beschreibt: einen doppelten Espresso ziehen und danach zwei Cappuccinos machen. Das klappt bei mir gut. Die Reihenfolge umdrehen oder vier Cappuccinos hintereinander zubereiten geht ebenfalls, ich finde es aber mühsam.
Für mehrere Milchgetränke und wiederholtes Brühen und Schäumen bevorzuge ich die Bianca. Ihre getrennten Boiler machen mir diesen Ablauf leichter. Dieser Komfort ist für mich ein stärkerer Grund für den Aufpreis als die Erwartung, dass jeder Espresso deutlich besser schmeckt.
Im Gaggimate-Langzeittest erkläre ich, wie mir Steam Assist hilft, Milch für zwei Cappuccinos gemeinsam zu schäumen. Das verbessert meinen Einkreiser-Ablauf. Für eine größere Runde bleibt die Bianca meine Wahl.
Reinigen und einen Mod betreiben
Bei 3:43 vergleiche ich die Rückspülprogramme von Gaggimate mit den manuellen Zyklen und der E61-Pflege an der Bianca. Das automatische Programm übernimmt die Abfolge. Blindsieb einsetzen, Reiniger verwenden und spülen muss ich weiterhin selbst. Diese Schritte beschreibt auch die Gaggimate-Anleitung.
Ich mag es, die selbst umgebaute Maschine zu kennen. Dazu gehört auch die Pflege der Elektronik. Im Bericht nach sechs Monaten beschreibe ich einen Platinenfehler, die Fehlersuche und den Ersatz durch den Support. Diese Erfahrung würde ich bei der Entscheidung für einen DIY-Umbau mitberücksichtigen, neben den Softwarefunktionen und dem kleineren Maschinenbudget.
Die Bianca fühlt sich für mich mit E61-Gruppe, Metallteilen und Rotationspumpe massiver an. Ich mag dieses Materialgefühl und die Holzelemente.
Wie nah liegt der Espresso beieinander?
Bei 6:23 sage ich, dass der Espresso näher beieinander liegt, als der Preisunterschied vermuten lässt, besonders bei mittleren und dunkleren Röstungen. Das ist mein Eindruck im Alltag, gerade bei den Röstungen, die ich auf der Gaggia gerne trinke.
Mir schmeckt der Espresso aus meiner Gaggia. Für den Aufpreis der Bianca bekomme ich einen Ablauf für Milchgetränke und eine Art der Steuerung, die ich schätze. Ob ich passende Vergleichsbezüge in einer Blindverkostung zuverlässig unterscheiden könnte, lässt dieses Video offen.
Welche ich behalten würde
Gegen Ende des Videos sage ich, dass ich oft nicht weiß, welche ich lieber mag. Das meine ich so. Für Gäste und mehrere Milchgetränke würde ich die Bianca behalten. Für ein kompaktes Setup, in dem ich mit Software und Profilen experimentieren möchte, würde ich die Gaggia mit Gaggimate wählen.
Wenn du noch über den Mod nachdenkst, lies zuerst meine Erfahrungen nach sechs Monaten. Zum Wiegen und automatischen Stoppen des Bezugs findest du mehr in meinem Bookoo-MyScale-Vergleich.
Produktlinks und mein Setup
- Lelit Bianca V3
- Gaggia Classic Evo Pro mit dem Gaggimate-Kit
- Eureka Mignon Specialità
- Bookoo Themis Mini
- IMS 58-mm-Sieb
- Bodenlose Siebträger für die Bianca (E61) und die Gaggia
Meine Erfahrungen hier beziehen sich auf meine eigene Classic mit Aluboiler und das Equipment im Video. Achte bei den Produktlinks auf die Maschinenversion und das passende Mod-Kit. Die vollständige Geräteliste steht auf meiner Setup-Seite.
