Vienna Coffee Festival 2026: Timemore Sculptor 064 Gen 2, Datum Coffee, Lelit und Gaggia

Meine Eindrücke vom Vienna Coffee Festival 2026 in der Marx Halle: die Timemore Sculptor 064 Gen 2 zum ersten Mal in der Hand, viel Filterkaffee, Lelit, Gaggia mit Gaggimate und der Prototyp von Datum Coffee aus Innsbruck samt geplantem Preis.

Weiße Timemore Sculptor 064 Gen 2 an einem Stand beim Vienna Coffee Festival 2026

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14 € Eintritt, viel Kaffee zum Probieren und eine neue Mühle, die ich endlich selbst sehen wollte: Ich war beim Vienna Coffee Festival in der Marx Halle. Mein letzter Besuch lag zwei Jahre zurück. Diesmal gab es mehr Filterkaffee, ausführlichere Gespräche und insgesamt eine professionellere Veranstaltung.

Mein Ticket habe ich im Vorverkauf selbst gekauft. Kein Pressepass, keine Einladung.

Das Wichtigste für Besucher

  • Ort: Marx Halle, Wien
  • Eintritt: 14 € im Vorverkauf
  • Tassen: Am Eingang gibt es gegen 2 € Pfand einen wiederverwendbaren Probierbecher, den du an jedem Stand auffüllen lassen kannst. Ein gutes System.
  • Lohnt sich für: Viele Kaffees direkt hintereinander probieren und Röstern oder Herstellern persönlich Fragen stellen.

Timemore Sculptor 064 Gen 2: erstmals selbst ausprobiert

Hier habe ich die meiste Zeit verbracht. Auf Fotos war ich beim neuen Einstellknopf der Timemore Sculptor 064 Gen 2 unsicher. Vor Ort hat er mir gefallen.

Der Händler hatte zwei Geräte von Timemore bekommen. Kaufen konnte man die Mühle noch nicht, und einen Termin oder Preis konnte er mir auch nicht nennen. Schade, wenn man gerade überlegt, ob man auf die neue Generation warten soll.

Besonders gut fand ich den Zugang zu den Mahlscheiben: Träger abschrauben, und die Mahlkammer ist offen. Ausgerechnet das habe ich nicht gefilmt.

Einen Espresso aus der Mühle habe ich auch getrunken. Er war eher klassisch italienisch und nicht mein Favorit. Daraus würde ich aber kein Urteil über die Mühle ableiten; ich möchte sie mit meinen eigenen Bohnen testen. Für solche Momente gehe ich zu Veranstaltungen: Zwei Minuten am Gerät verraten mehr über die Bedienung als zehn Produktfotos. Bei der Timemore hat sich mein Eindruck dadurch komplett verändert.

Deutlich mehr Filterkaffee

An vielen Ständen wurde laufend Filterkaffee aufgebrüht, und man konnte unkompliziert einen Schluck probieren. Neben Wiener Röstereien waren auch Aussteller aus Tschechien und Polen da. So habe ich sehr verschiedene Kaffees direkt verglichen, ohne zuerst ganze Packungen zu kaufen.

An mehreren Filterstationen stand dieselbe Mühle: die Timemore Sculptor 078.

Lelit und Gaggia mit Gaggimate

Bei den Maschinenherstellern wollte ich eigentlich nur kurz vorbeischauen. Daraus wurde mehr.

Bei Lelit habe ich einige Maschinen ausprobiert. Meine Bianca mag ich weiterhin, aber die kompakteren Modelle haben mich wieder nachdenklich gemacht. Weniger Platzbedarf wäre reizvoll. Kaffee habe ich dort nicht getrunken; es ging nur um die Bedienung.

Bei Gaggia stand tatsächlich eine Gaggia Classic mit Gaggimate, daneben die Classic GT, die ich bisher nur von Bildern kannte. Optisch gefällt mir die normale Classic besser.

Falls du zwischen den Marken schwankst: Ich habe die Lelit Bianca mit der Gaggia Classic samt Gaggimate verglichen und einen Langzeittest des Gaggimate geschrieben.

Datum Coffee: Preis und Prototyp aus Innsbruck

Die Maschine, die ich am liebsten zeigen wollte, stammt von einem jungen Team aus Innsbruck. Datum Coffee entwickelt eine kompakte Kombination aus Espressomaschine und Mühle. Laut den beiden Gründern war das Gerät auf dem Festival ihr dritter Prototyp. Rein optisch würde ich es sofort in meine Küche stellen.

Der Ablauf: An der Mühle wählst du eine Portion, sie mahlt und wiegt automatisch, dann kommt der Siebträger in die Maschine. Auch die Bezugszeit erscheint an der Mühle. Das wirkte durchdacht, und der Espresso hat mir geschmeckt.

Spannend finde ich das Ziel, das System offen zu halten und Rezepte speichern zu können. Wie viel sich wirklich selbst einstellen lässt, würde ich gern testen.

Genannt wurde ein Kickstarter-Preis von etwa 1000 bis 1500 € für Maschine und Mühle; die Kampagne sollte Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres starten. Für beide Geräte klingt das fair. Ein dritter Prototyp und eine noch nicht gestartete Kampagne sind allerdings noch keine Maschine in meiner Küche.

Hat es sich gelohnt?

Ja, vor allem wegen der Verkostungen und Gespräche. Viele Stände erklärten gern, welchen Kaffee sie ausschenkten, wie sie ihn zubereiteten und welches Equipment sie verwendeten. Wer zu Hause immer mit demselben Setup arbeitet, profitiert davon, andere Zubereitungen zu sehen und zu probieren.

Ich kam hauptsächlich wegen Espresso und Equipment, doch Filterkaffee wurde ein großer Teil des Besuchs. Was soll ich als Nächstes testen: die Timemore 064 Gen 2 oder das Setup von Datum Coffee? Schreib es mir in die Videokommentare.